Arbeitsagentur Update P23 – welche Adressdatenbank passt

Seit dem letzten Update P23 vom 10.12.2012 der HR-BA-XML Schnittstelle der Arbeitagentur werden Ortsangaben validiert.

Land, Bundesland, Ort und PLZ müssen seit dem auch zusammen passen und exakt mit der Adressdatenbank der Jobbörse übereinstimmen. Stellen wo dies nicht passt werden auch wirklich abgewiesen.

Die Kombination aus Land (DE), Region (XX), Postleitzahl(XXXXX) und Ort(XXXXXXXXX) stellt keine zulässige Adresse dar. (Meldungskürzel: APPS_JCValid_033)

Des Weiteren ist die Angabe von Postleitzahlen bei Orten mit mehr als einer Postleitzahl Pflicht geworden.

Nicht unbedingt perfekt wenn man möchte, dass die eigene ausgeschriebene Stelle bspw. in München weit vorne steht. Als Workaround hilft nur die Ausschreibung der maximalen 10 Stellen und die Angabe von geographisch über das Stadtgebiet gut gestreuten Postleitzahlen.

Für jeden Softwareanbieter oder Kunde an der HR-BA-Schnittstelle heißt das Update aber vor allem die Ortsangaben entsprechend vor Export an die BA zu validieren zu müssen.

Als Beispiel möchte ich den Ort “Mainz” in Rheinland-Pfalz anführen.

  • Der Anwender ohne Postleitzahlen/Orte-Datenbank würde es mit “Mainz” versuchen
  • OpenGeoDB schlägt ebenfalls Mainz vor. Leider aber ungültig.
  • nächster Versuch: “Mainz am Rhein”. Leider auch kein gültiger Ort.
  • Nur die Deutsche Post selbst weiß wohl, dass es “Mainz a Rhein” sein muss

Freie Daten der OpenGeoDB scheiden damit für mich als Datenquelle aus, denn wer will schon regelmäßig händisch Adressdaten recherchieren. Speziell wenn wie hier durch die Exportintervalle jeder Fehlversuch kostbare Zeit und Nerven kostet. Zusätzlich scheinen die Regionen welche für die Adressprüfung benötigt werden proprietär zahlenkodiert worden zu sein. Eine Brücke zwischen den Codes der OpenGeoDB und der BA scheint nur mit manuellem Abgleich oder Matching der vollen Regionsnamen Namen möglich zu sein. Nicht zuletzt benutzt die OpenGeoDB dann auch noch die KFZ-Kennzeichen der Länder welche ein Matching auf dieser Basis ebenfalls erschweren.

Der einzig wahre Weg dazu scheint ein Lizenzvertrag mit der deutschen Post für deren Datenpaket DataFactory Basic zu sein. Mit 120 Euro/Jahr bei quartalsweiser Aktualisierung ein kleines Geld, was man sich trotzdem aber gerne sparen würde. Eine Alternative scheint das jährliche Update für 30 Euro. Angesichts der Möglichkeit eben doch zum Ende des Jahres wieder Adressen zu recherchieren aber nur ein Schein. (Anmerkung für Softwareanbieter: Für eine Nutzung im Rahmen einer “Internetanwendung” fallen weitere 300 Euro an)

Für mich ein wenig kundenfreundlicher Schritt der Arbeitsagentur.

Eine Adressprüfung macht Sinn aber ebenfalls Sinn würde es machen die Daten dazu zum Import mitzuliefern. Bis dato war eine Einspeisung von Stellendaten in die Jobbörse rein mit Programmierkenntnissen und den gelieferten Daten der BA möglich, jetzt kommt eine externe lizenzpflichtige Datenbank hinzu die vom Drittanbieter zu erwerben ist.

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